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Omnibus
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top
Ein Omnibus (lateinisch omnibus âallenâ bzw. âfĂźr alleâ, Dativ Plural von omnis), kurz Bus, ist ein groĂes StraĂenfahrzeug, das der BefĂśrderung zahlreicher Personen dient, z. B. im Ăśffentlichen Personennahverkehr (ĂPNV) oder in der SchĂźlerbefĂśrderung. In Ăsterreich und in der Schweiz sind sie auch als Autobus bekannt. Reisebusse werden in der Schweiz mit dem franzĂśsischen Wort Car oder Reisecar, seltener auch Autocar bezeichnet.
In der Europäischen Union gelten gemäà den Bemerkungen in Anhang I der Richtlinie 70/156/EWG motorisch angetriebene Landfahrzeuge der Klassen M2 oder M3 mit mehr als acht Sitzplätzen neben dem Fahrersitz amtlich als Kraftomnibus (KOM)cite-ref-1[1] und sind Kraftfahrzeuge. In der Schweiz werden Motorfahrzeuge der Klasse M2 ßber 3,50 t oder M3 gemäà Art. 11 Abs. 2b VTS als Gesellschaftswagen bezeichnet.
Eng mit dem Omnibus verwandt ist der Oberleitungsbus beziehungsweise Trolleybus, der jedoch aufgrund seiner Abhängigkeit von einer Fahrleitung eine Sonderstellung einnimmt. Weil er ähnlich einer StraĂenbahn an eine feste Infrastruktur gebunden ist, gelten fĂźr ihn besondere gesetzliche Regelungen.
Contents
⢠Etymologie
⢠Technik
⢠Bauarten
⢠Zulassung
⢠Verwendungsarten
⢠Ăbersicht
⢠Sondernutzungen
⢠Geschichte
⢠Spurbus
⢠Verkehrsarten
⢠Sicherheit
⢠Arbeitsplatz
⢠Bushersteller
⢠Bestimmungen
⢠Mietomnibus
⢠Schweiz
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Etymologie
Vor dem Einsatz von Verbrennungsmotoren beziehungsweise Elektromotoren bezeichnete das Wort Omnibus eine relativ groĂe Kutsche zum Personentransport. Jedoch wurden Postkutschen nicht Omnibus genannt. Die Bezeichnung âOmnibusâ âfĂźr alleâ soll ihre Entstehung dem Reklameschriftzug âOmnes omnibusâ Ăźber dem Laden eines franzĂśsischen Kaufmanns namens Omnès in der Stadt Nantes verdanken. Der Fuhrwerksbesitzer Baudry wurde dadurch 1825 zur entsprechenden Benennung seiner Fahrzeuge angeregt. Das Wort erreichte 1828 in seiner neuen Bedeutung Paris; Im Jahr 1835 wurde es im Brockhausâ Conversations-Lexikoncite-ref-2[2] aufgenommen, bezeichnete jedoch bis 1850 allein Pariser Omnibusse.cite-ref-3[3] Als allgemeines Wort fĂźr Ăśffentliche innerstädtische Pferdestellwagen ist es beispielsweise in Wien 1842 erwähnt (Pferdeomnibus).cite-ref-ww-omnibus-4-0[4]
Nach der EinfĂźhrung moderner motorisierter Omnibusse entstanden analog zu Kraftwagen und Automobil die Bezeichnungen Kraftstellwagen,cite-ref-kfv-1930-5-0[5] Kraftomnibus, Kraftbus,cite-ref-6[6]cite-ref-7[7] Motoromnibus, Motorbus, Autoomnibus, Autobus und Automobilomnibus. Die Begriffe dienen der Unterscheidung der neuen Motorfahrzeuge von den im 19. Jahrhundert verbreiteten Pferdeomnibussen beziehungsweise Dampfomnibussen. In Abgrenzung zum Oberleitungsbus spricht man auch von einem Diesel(omni)bus respektive Dieselautobus. Durch neue Antriebstechniken auch im Busverkehr wird die Bezeichnung âDieselbusâ nicht mehr häufig verwendet.
Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wird der Begriff Omnibus zunehmend durch das Kurzwort Bus ersetzt, was auf den Einfluss der englischen Sprache zurßckzufßhren ist. Der Begriff Omnibus wird in der Regel in schriftlichen und formellen Kontexten verwendet, während Bus heutzutage vorwiegend in der Umgangssprache und im Verkehrswesen gebraucht wird.cite-ref-8[8]
Die Wortendung â-busâ, die eigentlich ein Teil der lateinischen Ablativ- oder Dativendung â-ibusâ war, wurde später als eigenständiges Wort benutzt. Es entsteht der Eindruck, das Wort Omnibus bestehe aus den zwei Teilen Omni und Bus und Omnibus und Autobus seien bestimmte Arten von Bussen, wie beispielsweise der Kleinbus oder der Reisebus.
Technik
Der Antrieb erfolgt heute meist durch einen Diesel- oder Gasmotor, seltener sind Batteriebusse, Hybridbusse oder Brennstoffzellenbusse. Auch die Energieversorgung aus Schwungradspeichern wurde erprobt, dieses Konzept nannte sich Gyrobus. Anfang des 21. Jahrhunderts erleben elektrisch angetriebene Busse, wie z. B. der BYD ebus im Linienverkehr oder als Vorfeldbus eine Renaissance. Im Jahr 2016 wurden in China 115.000 Elektrobusse neu zugelassen, was 20 Prozent aller Stadtbusse entspricht. 40 Prozent aller Stadtbusse in China fahren Ende 2016 elektrisch.cite-ref-9[9]cite-ref-10[10]cite-ref-11[11]
Busse haben heute meist einen Heckmotor und Hinterachsantrieb. Der Motor ist dabei meist liegend und unterflur angeordnet. Bei Niederflurbussen kommen auch stehende Motoren vor; in jedem Fall ragt bei ihnen der Motorraum immer mehr oder weniger in den Fahrgastraum und erfordert dort eine besondere Sitzanordnung.
Insbesondere beim Stadtbus sind im Betrieb ausgesprochen viele Schaltvorgänge erforderlich. Deshalb wurde schon frĂźh versucht, die Belastung des Fahrpersonals durch das Schalten zu reduzieren. So waren beispielsweise bereits ab 1933 Omnibusse aus der 700er-Serie von Yellow Coach mit halbautomatischen Getrieben ausgestattet, ab Ende der 1930er-Jahre wurden Automatikgetriebe verbaut.cite-ref-12[12] Auch Omnibusse des amerikanischen Herstellers Twin Coach wurden Mitte der 1940er-Jahre standardmäĂig mit Wandler-Getrieben ausgerĂźstet.cite-ref-13[13] Andernorts experimentierte man mit dieselelektrischen Antrieben.cite-ref-14[14]cite-ref-15[15] Mitte der 1970er Jahre wurde in Zusammenarbeit von MAN und Renk mit dem âDoromat 873â ein geeignetes Automatikgetriebe fĂźr den europäischen Markt entwickelt.cite-ref-16[16] Inzwischen werden bei Stadtbussen durchgängig Automatikgetriebe mit Drehmomentwandler eingesetzt. Anders verhält es sich bei Ăberland- und Reisebussen, bei denen wesentlich weniger Schaltarbeit anfällt. Auch sind die Busse wesentlich leichter als vergleichbare (beladene) Lastkraftwagen, sodass bei Reisebussen auch heute noch einfache Sechs-Gang-Schaltgetriebe ausreichen, meist mit einer Form von kraftunterstĂźtzter Schaltung und/oder automatischer Kupplung. Inzwischen setzen sich aber auch bei Reisebussen automatisierte Getriebe durch, die durch Rechner anhand der Drehzahl und Geschwindigkeit geschaltet werden.
Beim Aufbau der Karosserie gibt es zwei Konzepte:
⢠Die klassische Lastkraftwagen-Bauweise besteht aus einem Längsträger, der wiederum den Antriebsstrang mit Motor, Rädern und Bremsanlage trägt. Darauf sitzt der Aufbau mit dem Fahrgastraum.
⢠Kleine Busse und einige Hersteller von Reisebussen setzen auf selbsttragende Karosserien wie im Pkw-Bau. Zu den Anbietern von groĂen Bussen gehĂśrt z. B. EvoBus mit der Setra-Baureihe.
Darßber hinaus gibt es verschiedene Mischformen, je nachdem, ob das Dach mitträgt oder nicht. Der Karosserieaufbau kann zudem entweder in Schalen- oder in Fachwerkbauweise erfolgen.cite-ref-17[17] 1952 entwickelte und produzierte die Firma Theodor Klatte den Bustyp Tk 115, bei dem es sich um einen selbsttragenden, vollständigen Leichtmetallbau handelte.cite-ref-18[18]
Das Fahrwerk von Bussen besitzt an der Vorderachse häufig eine Einzelradaufhängung. Die Hinterachse ist in der Regel starr. Linienbusse besitzen oft noch starre Vorder- und Hinterachsen.
Bauarten
Zulassung
Die Zuordnung, ob ein Fahrzeug rechtlich die Fahrzeugart Kraftomnibus beziehungsweise Gesellschaftswagen (Schweiz) darstellt, geht aus der Zulassung hervor.
Ein umgangssprachlich z. B. VW-Bus genanntes Fahrzeug ist zulassungsrechtlich ein âAutoâ, amtlich Personenkraftwagen (Deutschland und Ăsterreich) bzw. Personenwagen (Schweiz). Kraftfahrzeuge, die zulassungsrechtlich als âBusâ zum Einsatz im StraĂenverkehr zugelassen sind, sind auch als Bus zu betreiben und zu fĂźhren/fahren. In Deutschland ist das in der StVZO und der StVO, in der Schweiz in der VTS geregelt.
Verwendungsarten
Fßr den gewerblichen Einsatz ist je nach PersonenbefÜrderungsgesetz (PBefG in Deutschland, PBG in der Schweiz) eine weitere Zulassung nach der gewßnschten Verkehrsart erforderlich. Man unterscheidet grundsätzlich Busse (fßr die gewerbliche Verwendung/Verkehrsart) in Busse fßr Linienverkehr und in Busse fßr den Gelegenheitsverkehr (manche Busse haben nach dem jeweiligen Gesetz eine Zulassung fßr beide Verkehrsarten). Der Schulbusverkehr stellt eine Sonderform des Linienverkehrs dar und erfordert eine zusätzliche Ausstattung.
Ăbersicht
Ăblicherweise wird zwischen folgenden Bauformen unterschieden, wobei ein einzelnes Fahrzeug mehreren Bauformen entsprechen kann:
⢠nach Verwendungszweck:
⢠Linienbusse, darunter
⢠Stadtbusse
⢠Ăberlandbusse
⢠Reisebusse
⢠Behindertenbusse
⢠Vorfeldbusse
⢠nach Fahrzeuglänge:
⢠Minibusse beziehungsweise Kleinbusse bis 8,50 m Länge
⢠Midibusse bis 10,50 m Länge
⢠Solobusse bis 12,00 m Länge
⢠Dreiachsbusse, auch Maxibusse mit 13,50 m oder 15,00 m Länge
⢠Gelenkbusse
⢠Buszßge mit Personenanhänger
⢠Sattelomnibusse
⢠nach Einstiegs- und FuĂbodenhĂśhe:
⢠Niederflurbusse
⢠Low-Entry-Busse
⢠Hochflurbusse
⢠Hochdeckerbusse
⢠Nach Anzahl der Passagierdecks:
⢠Nach Antriebsart, darunter:
⢠Dieselbusse
⢠Erdgasbusse
⢠Hybridbusse
⢠Elektrobusse bzw. Batteriebusse
⢠nach Ausstattung, insbesondere im Reiseverkehr:
⢠Club-Busse fßr kleine Gruppen
⢠Kombibusse fĂźr Ăberlandlinienverkehre und Gelegenheitsverkehr
⢠Standardreisebusse ohne Toilette
⢠Komfortbus fßr Gruppenreisen und Programmfahrten
⢠Luxusbusse mit groĂem Sitzabstand und Luxusausstattung, wie z. B. Liegesitze, Barbereich usw. (Bistrobusse)
⢠Nightliner
Erläuterungen und sonstige Bauarten
Stadtbusse sind generell mit einer geringeren Anzahl und weniger komfortablen Sitzen ausgestattet, dafĂźr mit zahlreichen Haltestangen fĂźr stehende Fahrgäste sowie mit Mehrzweckräumen (fĂźr Gepäck, Kinderwagen und RollstĂźhle). FĂźr Linien mit groĂem Fahrgastaufkommen werden Doppeldeckerbusse oder Gelenkbusse eingesetzt. DoppelstĂśckige Gelenkfahrzeuge sind äuĂerst rar. Ein bekannter Typ ist der Neoplan Jumbocruiser, 18 Meter lang und vier Meter hoch mit einer Kapazität von 110 Sitzplätzen im Reiseverkehr.
In dĂźnn besiedelten Gebieten werden Kombinationsbusse eingesetzt, um gleichzeitig Passagiere und Fracht zu transportieren.
GrĂśĂere Busse, darunter alle Gelenkfahrzeuge, haben generell (mindestens) drei Achsen. Starre Fahrzeuge haben dabei heute meist eine mitgelenkte, einfach bereifte Nachlaufachse, die hinter der Antriebsachse angeordnet ist. Bei Gelenkfahrzeugen liegt (inzwischen ausschlieĂlich) die Mittelachse vor dem Gelenk. Die heute Ăźbliche Bauform des Gelenkbusses ist der Schubgelenkbus (Pusher). Hier treibt der Heckmotor den Hinterwagen an, der den Vorderwagen schiebt.
Eine spezielle Bauart stellen die auf Flughäfen eingesetzten Vorfeldbusse dar, die Ăźberwiegend Stehplätze mit nur wenigen Sitzplätzen bieten. Da sich diese nicht auf Ăśffentlichen StraĂen bewegen, mĂźssen sie auch nicht dafĂźr zugelassen werden, wodurch es mĂśglich ist, diese länger und breiter als herkĂśmmliche Busse zu bauen.
Sondernutzungen
Modifiziert dienen Omnibusse neben dem Personentransport einer Reihe weiterer Zwecke. Dazu zählen Bibelmobile, Fahrbibliotheken, Medibusse, Verkaufswagen, Promotionfahrzeug oder Wohnbusse. Auch fĂźr BehĂśrden sind angepasste Omnibusse im Einsatz. Dies sind beispielsweise GroĂraumrettungswagen, Evakuierungsbusse und Einsatzleitbusse der Feuerwehren, Schubbusse der Justiz bzw. Polizei, die Busse der FĂźhrungsstäbe der Polizei und die mobilen FĂźhrungsstellen des THW. Diese Fahrzeuge werden oft nachträglich fĂźr die neue Verwendung umgebaut. Insbesondere fĂźr private Nutzungen werden ausgemusterte Linienbusse an den neuen Verwendungszweck angepasst. Rechtlich gesehen gelten Fahrzeuge, welche nicht dem Personentransport dienen allerdings nicht als Omnibusse, sondern als Lastkraftwagen beziehungsweise Wohnmobil.
Geschichte
Im Linienverkehr eingesetzte pferdebespannte Wagen fĂźr Verkehrsteilnehmer, sogenannte Pferdeomnibusse, sind schon seit 1662 in Frankreich belegt.cite-ref-19[19] Das Konzept dieser bis 1680 verkehrenden âCarrosses Ă cinq solsâ stammt von Blaise Pascal. 1825 fĂźhrte der Fuhrunternehmer Simon Kremser einen nach ihm als Kremser bezeichneten komfortablen gefederten Pferde-Omnibus ein, der zehn bis zwanzig Passagieren Platz bot. Unter diesen Pferdeomnibussen gab es diverse speziellere Betriebskonzepte (Postkutschen, Poststellwagen, Lohnwagen, Zeiselwagen, Landkutschen, private Stellwagen, Gesellschaftswagen), deren Bezeichnungen dann teils auch auf die Kraftomnibusse Ăźbergingen.
Ein bedeutender Schritt war der Einsatz der ersten Dampfomnibusse in GroĂbritannien. So entwickelte Sir Goldsworthy Gurney in den 1820er Jahren einen sechsrädrigen Dampfbus mit Hinterradantrieb. Ein weiterer Pionier war auch William Church, der ab 1832 Busse mit einer Kapazität von 52 Plätzen zwischen London und Birmingham in Schrittgeschwindigkeit verkehren lieĂ. Sein Konkurrent Walter Hancock stellte etwa zeitgleich kleinere Dampfbusse her, die mit einer HĂśchstgeschwindigkeit von 25 km/h erheblich schneller unterwegs waren.cite-ref-rabe7-20-0[20] In London setzte der Betrieb mit Dampfomnibussen am 22. April 1833 ein.cite-ref-21[21] Die britischen Eisenbahnunternehmer wehrten sich gegen die neue Konkurrenz und bewirkten die EinfĂźhrung des sogenannten Red Flag Act im Jahr 1865. Durch den nun vorgeschriebenen Fahnengänger vor den Dampffahrzeugen wurden diese zur Schrittgeschwindigkeit gezwungen und damit auch die Weiterentwicklung des Omnibusverkehrs in GroĂbritannien erheblich ausgebremst. In Schottland nahm man es mit dem neuen Gesetz allerdings nicht so genau und lieĂ 1868 zwischen Edinburgh und Leith den ersten doppelstĂśckigen Omnibus mit Dampfantrieb verkehren.cite-ref-rabe7-20-1[20]
Den ersten Linienverkehr startete die Netphener Omnibusgesellschaft mit einem mit flĂźssigem Kraftstoff betriebenen Bus am 18. März 1895 zwischen Siegen und Deuz. Der dabei eingesetzte Landauer wies tatsächlich mehr Ăhnlichkeit mit einer geschlossenen Kutsche auf als mit einem modernen Bus. Dieser ab 1895 in Handarbeit im Familienbetrieb des Automobil-Pioniers Carl Benz gebaute Kraftomnibus hatte acht Sitze und einen Motor mit 5 PS (3,7 kW). Seine HĂśchstgeschwindigkeit betrug 20 km/h, fĂźr die 15 km lange Strecke zwischen Siegen und Deuz benĂśtigte er eine Stunde und 20 Minuten. Die Fahrt kostete die fĂźr damalige Verhältnisse hohe Summe von 70 Pfennig. Aufgrund der geringen Belastbarkeit der ersten Benz-Busse musste der Omnibusbetrieb im Siegerland jedoch noch vor dem Ablauf des Jahres eingestellt werden.cite-ref-22[22]
Trotz dieses RĂźckschlags entstanden durch ständige Verbesserung der Fahrzeugtechnik in den Folgejahren weltweit immer neue Linienverbindungen. Zuvor hatte bereits die Firma Panhard und Levassor im Jahre 1894 Fahrzeuge mit der Bezeichnung âOmnibusâ beziehungsweise Break angeboten und verkauft (der erste wurde bereits im Dezember 1893 fertiggestellt und im Januar 1894 verkauft), die vier oder sechs Fahrgästen Platz boten. Auch 1895 blieben diese Typen im Programm und konnten verkauft werden. Einer dieser frĂźhen Omnibusse (ein Grand Break M2K, Seriennummer 28) nahm am ersten Rennen ParisâBordeauxâParis erfolgreich teil.
Historische Bauarten
In den Anfängen der Bustechnik wurden die Fahrzeuge mit Frontmotor gebaut (die letzten in Deutschland waren zum Beispiel Mercedes-Benz O 3500 aus den 1950er Jahren, 6-Zylinder-Dieselmotor mit 90 PS) und es gab auch offene Fahrzeuge.
In den 1930er Jahren kamen Sattelzugomnibusse auf, z. B. BĂźssing Typ SS und Typ DS. Bis 2008 wurden Sattelzugomnibusse als kubanische Entwicklung in der Hauptstadt Havanna als Ăśffentliches Nahverkehrsmittel eingesetzt. Wegen ihrer Bauform mit abgesenktem Einstiegsbereich in der Mitte des Aufliegers werden sie âCamelloâ (dt. Kamel) genannt.
Das Karosseriebauunternehmen Gebr. Ludewig konstruierte in den 1950er Jahren Anderthalbdecker, zunächst nur fĂźr Reisezwecke. Nachdem in der Bundesrepublik Deutschland die MitfĂźhrung von besetzten Busanhängern verboten wurde, bot sich diese Art des GroĂraumbusses an und wurde später auch von der Firma Vetter auf Busfahrgestellen mit Unterflurmotor hinter der Vorderachse aufgebaut. Die Verbreitung der kostengĂźnstigeren Gelenkbusse bedeutete das Ende dieser Gattung in den 1980er Jahren.
Ab den 1950er Jahren wurden bei der Deutschen Bundesbahn vereinzelt Schienen-StraĂen-Omnibusse eingesetzt, die als Zweiwegefahrzeuge sowohl auf der StraĂe als auch auf Schienenstrecken verkehren konnten.
Standard-Linienbusse
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Hauptartikel
:
Standard-Bus
In den 1960er Jahren begann auch in der Bundesrepublik eine Vereinheitlichung der Linienbustypen durch den Verband Ăśffentlicher Verkehrsbetriebe (VĂV), der in Zusammenarbeit mit einigen Verkehrsbetrieben Prototypen fĂźr Standard-Linienbusse entwickelte, die dann von mehreren Herstellern adaptiert wurden.
Die ersten Prototypen von 1967 fĂźhrten ab 1968 zur Produktion beispielsweise des BĂźssing BS 110 V, Mercedes-Benz O 305, Magirus-Deutz SH 110, MAN SL 200 und Ikarus 190.
Die zweite Generation der deutschen Standardbusse hatte als Ziel der Entwicklung einen niedrigeren Fahrzeugboden und dadurch eine niedrigere EinstiegshÜhe. Aus den zwischen 1976 und 1978 erprobten Prototypen S 80 entwickelten sich beispielsweise der Auwärter Neoplan N 416, der Mercedes-Benz O 405 und der MAN SL 202.
Aus der zweiten Generation wurde ein Niederflurbus weiter entwickelt, Beispiele sind der Neoplan N 4014 NF, der Mercedes-Benz O 405 N und der MAN NL 202. Selten wird dieser Bustyp fälschlich als VĂV-III-Typ bezeichnet.
Spurbus
In den letzten Jahren wurde das Konzept von Spurbussen wieder aufgegriffen. Die Entwicklungen beispielsweise des franzĂśsischen CiVis oder der AutoTram des Fraunhofer-Instituts sind eine Mischung von Fahrzeugen, die äuĂerlich StraĂenbahnen ähneln, aber auf Gummireifen fahren und mittels unterschiedlicher Systeme automatisch auf einer vorgegebenen Spur gefĂźhrt werden kĂśnnen. Dieses Prinzip wurde einige Jahre durch die Essener Verkehrs-AG genutzt, dort kamen Duo-Busse zum Einsatz. Ein Spurbus kann auf enge Fahrspuren ausgelegt werden, was kombiniert mit batterie-elektrischem Antrieb die Investition beim Bau langer Tunnel begrenzen kann.
Bus Rapid Transit (BRT)
BRT-Systeme gehĂśren wie LRT-Systeme (Light-Rail-Transit) und Metro-Systeme zum massenhaften ĂPNV (Mass Rapid Transit), die Schnelligkeit und hohe Kapazität im ĂPNV fokussieren.cite-ref-23[23] Hier sind typischerweise weniger Fahrzeugkapazitäten als Infrastrukturfaktoren der Flaschenhals, wie die Haltestellenlänge, Auslassen von Zwischenstopps, die ĂPNV-Fahrspur (zumindest minutenweise) bzw. die Stauumfahrung, die Kreuzungsdurchfahrt, ...
Verkehrsarten
Es gibt verschiedene Formen des Omnibusverkehrs, deren Anforderungen die Bauart des Fahrzeugs bestimmen:
⢠Ăffentlicher Personennahverkehr (ĂPNV)
⢠Anrufbuslinien
⢠Stadtbusse, innerstädtische Schnellbusse z. B. CityExpress-Busse
⢠Ăberlandlinienbusse (Ăberlandbus, Regionalbus, Expressbus)
⢠Ortsbusse
⢠Fernlinienverkehr (Fernbuslinien)
⢠Mietbusverkehre
⢠Gruppenreisen
⢠Programmfahrten
⢠VIP-Fahrten in speziellen Luxusomnibussen
⢠Werksverkehre
⢠Schulbusse
⢠Pendelbuslinien bzw. Shuttleverkehr
Bedeutung als Verkehrsmittel
Der Omnibus ist heute in vielen Ländern mit den anderen Verkehrsmitteln im ĂPNV wie Eisenbahn, StraĂenbahn, U-Bahn etc. zu einem integrierten Verkehrssystem verknĂźpft. Omnibussen kommt dabei Ăźberwiegend die Funktion eines Zubringers zu den schienengebundenen Verkehrsmitteln zu. In Ländern mit ungenĂźgend ausgebautem Eisenbahnnetz in Nord- und SĂźdamerika, Afrika, Teilen Asiens und Australien bedienen Autobusse aber auch mehrheitlich Relationen des Fernverkehrs.
In dĂźnn besiedelten Gebieten hat er die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verbreiteten Kleinbahnen weitgehend ersetzt. In mittelgroĂen Städten wird er teilweise seit den 1980ern erneut durch StraĂenbahnen, in grĂśĂeren Städten durch U-Bahnen deutlich entlastet, fĂźr die er Zubringeraufgaben Ăźbernimmt. Auch in den Randbereichen der Städte sind durch die Verkehrsdichte (des Individualverkehrs) und die Disposition der Bewohner sowie die oft topografisch schwierige Situation (schmale steile StraĂen) Buslinien nur schwer zu betreiben â je nach Umsetzung der leistungsbezogenen Verteilung der Einnahmen innerhalb eines Verkehrsverbundes (nach Sitzplatzkilometer oder Fahrgastkilometer) werden hier mĂśglicherweise in Zukunft verstärkt modifizierte Linienverkehre wie beispielsweise Sammeltaxen verkehren. 2013 benutzen 5,3 Milliarden Fahrgäste Busverkehre in Deutschland.cite-ref-24[24]
â
Hauptartikel
:
âFernbusverkehr internationalâ im Artikel Fernbusverkehr
Die Bedeutung des Fernbusverkehrs ist hingegen national sehr unterschiedlich, abhängig vom Ausbauzustand der Eisenbahn und des Flugverkehrs aber auch politischer Interessensvertretung. Zusammenfassend wurde in den letzten Jahren vermehrt Schutzklauseln, die die Bahn gegenßber Bussen schßtzten, abgebaut. Andererseits stehen auch bisherige Maut-Vorteile des Busverkehrs gegenßber dem LKW-Verkehr und der Bahn zur Diskussion.
Sicherheit
| Jahr | Unfälle | Tote | davon Businsassen |
|---|---|---|---|
| 1980 | | | 49 |
| 1981 | | | 38 |
| 1982 | | | 27 |
| 1983 | | | 37 |
| 1984 | | | 40 |
| 1985 | | | 49 |
| 1986 | | | 29 |
| 1987 | | | 15 |
| 1988 | | | 36 |
| 1989 | | | 13 |
| 1990 | | | 23 |
| 1991 | | | 26 |
| 1992 | 5805 | 253 | 58 |
| 1993 | 5690 | 210 | 18 |
| 1994 | 5700 | 165 | 36 |
| 1995 | 5676 | 152 | 18 |
| 1996 | 5514 | 173 | 24 |
| 1997 | 5663 | 176 | 15 |
| 1998 | 5559 | 141 | 2 |
| 1999 | 5982 | 155 | 20 |
| 2000 | 5715 | 146 | 9 |
| 2001 | 5776 | 149 | 11 |
| 2002 | 5626 | 122 | 12 |
| 2003 | 5511 | 114 | 17 |
| 2004 | 5406 | 111 | 16 |
| 2005 | 5387 | 116 | 9 |
| 2006 | 5425 | 92 | 12 |
| 2007 | 5555 | 101 | 26 |
| 2008 | 5216 | 78 | 10 |
| 2009 | 5432 | 68 | 12 |
| 2010 | 5423 | 91 | 32 |
| 2011 | 5546 | 64 | 10 |
| 2012 | 5450 | 66 | 3 |
| 2013 | 5488 | 82 | 11 |
| 2014 | 5532 | 73 | 13 |
| 2015 | 5760 | 60 | 5 |
| 2016 | 5732 | 42 | 4 |
| 2017 | 5873 | 65 | 22 |
| 2018 | 5972 | 56 | 9 |
| 2019 | 5917 | 44 | 7 |
| 2020 | 4490 | 61 | 10 |
| 2021 | 4675 | 39 | 5 |
| 2022 | 5738 | 47 | 8 |
| 2023 | 5947 | 55 | 5 |
| 2024 | 5375 | 58 | 8 |
Arbeitsplatz
Omnibusse sind als Regional- und Fernbusse Arbeitsplatz fĂźr Buslenker. In DACH arbeiten viele Zehntausende am Steuer der Busse des Ăśffentlichen Verkehrs,cite-ref-32[32] die zum weitaus grĂśĂten Teil als Linienverkehr fahren.
2023 wurde das Thema publik, dass es fĂźr weibliche Busfahrer nur schwer mĂśglich ist, ohne WC zu urinieren, da diese sich nicht ähnlich einfach wie Männer unauffällig in der Natur erleichtern kĂśnnen. Eng getaktete Fahrpläne, Umfahrung von Ortskernen, AusdĂźnnung der Gastronomie und Freiräumen von StraĂenrändern von GebĂźsch und Wald steigern das Problem des Mangels an MĂśglichkeiten fĂźr das Urinieren an Haltestellen. Fernbusse mit Toilette an Bord bilden nur einen geringen Anteil der Arbeitsplätze. Dienstnehmer haben nach 4 bis maximal 6 Stunden Lenkzeitsumme Recht auf eine Pause.cite-ref-33[33]
Bushersteller
Es gab in der Geschichte und es gibt bis heute viele wichtige Bushersteller. Siehe dazu die Liste von aktiven Busherstellern und Geschichte der Nutzfahrzeugindustrie.
Rechtliche Bestimmungen fĂźr Kraftomnibusse in Deutschland
Bestimmungen
⢠Rechtlich wird als Kraftomnibus (KOM) ein zur BefĂśrderung von Personen bestimmtes Kraftfahrzeug mit mehr als 8 Fahrgastplätzen (ohne den Fahrer) definiert. Es ist zusätzlich ein FĂźhrerschein zur FahrgastbefĂśrderung oder âPersonenbefĂśrderungsscheinâ genannt erforderlich.
⢠Busse mit Fahrgästen, fĂźr die keine Sitzplätze zur VerfĂźgung stehen, unterliegen einer Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 60 km/h auf allen StraĂen auĂerhalb des Ortes.
⢠Omnibusse durften vor dem 28. November 2007 nur mit einer Ausnahmegenehmigung, wenn die Anforderungen des § 18 StVO erfĂźllt wurden, auf Autobahnen 100 km/h fahren, rechtlich galt fĂźr KOM auf LandstraĂen und Autobahnen eine HĂśchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Die Genehmigung wurde durch ein Tempo-100-Schild mit Siegel der Zulassungsstelle am Heck des Fahrzeuges sowie der Eintragung âFĂźr 100 km/h auf Autobahnen geeignetâ angezeigt. Diese Ausnahmegenehmigung hatten Ende 2007 ca. 35.200 von 44.000 deutschen Omnibussen, sodass der Begriff âAusnahmegenehmigungâ wĂśrtlich genommen fĂźr diesen Regelfall (ca. 80 %) nicht mehr zutraf.cite-ref-umweltrecht-34-0[34]
⢠Am 27. November 2007 hat der Bundesrat die 17. Verordnung zur Ănderung der StraĂenverkehrs-Ordnung erlassen, nach der das Verwaltungsverfahren bei der Zulassung von Tempo 100 fĂźr Kraftomnibusse abgeschafft wird. FĂźr im Inland zugelassene Omnibusse wird im Regelfall die Tempo-100-km/h-Zulassung innerhalb des Genehmigungs- bzw. Betriebserlaubnisverfahrens miterteilt.cite-ref-35[35] Auf die Anbringung einer Tempo-100-Plakette auf der RĂźckseite des Kraftomnibusses kann in Zukunft verzichtet werden, da sie sich fĂźr Kontrollzwecke nicht als tauglich erwiesen hat.cite-ref-umweltrecht-34-1[34]
⢠Omnibusse dßrfen Busfahrstreifen befahren.
⢠Zum FĂźhren eines Kraftomnibusses ist eine besondere Fahrerlaubnis erforderlich. Nach der einheitlichen EU-Regelung enthalten die Bezeichnungen der Bus-FĂźhrerscheinklassen den Buchstaben D. Es gibt vier abgestufte Klassen, D1 gilt fĂźr Busse mit bis zu 16 Sitzplätzen, ein Anhänger bis 750 kg ist erlaubt. D gilt fĂźr Busse mit einer beliebigen Anzahl von Sitzplätzen, ein Anhänger bis 750 kg ist erlaubt. Die Klasse D1E enthält die Erlaubnis der Klasse D1, ein Anhänger Ăźber 750 kg darf mitgefĂźhrt werden. SchlieĂlich erlaubt die Klasse DE das FĂźhren von Bussen mit einer beliebigen Anzahl von Fahrgastplätzen auch mit einem Anhänger Ăźber 750 kg.
⢠Alle Busfßhrerscheine werden befristet fßr fßnf Jahre, längstens jedoch bis zur Vollendung des 50. Lebensjahres, erteilt. Danach beträgt die Gßltigkeit jeweils fßnf Jahre. Bei dieser Verlängerung einer Fahrerlaubnis ßber das 50. Lebensjahr hinaus muss der Busfahrer nachweisen, dass er die besonderen Anforderungen an Belastbarkeit, Orientierungsleistung, Konzentrationsleistung, Aufmerksamkeitsleistung und Reaktionsfähigkeit erfßllt. Der Nachweis kann durch ein betriebs- oder arbeitsmedizinisches Gutachten oder ein Gutachten einer Begutachtungsstelle fßr Fahreignung erbracht werden.cite-ref-36[36]
⢠AuĂerdem berechtigen Fahrerlaubnisse der Klassen C, C1, CE oder C1E im Inland auch zum FĂźhren von Kraftomnibussen â gegebenenfalls mit Anhänger â mit einer entsprechenden zulässigen Gesamtmasse und ohne Fahrgäste, wenn die Fahrten lediglich zur ĂberprĂźfung des technischen Zustands des Fahrzeugs dienen.cite-ref-37[37]
⢠Mit dem Busfßhrerschein wird bezweckt, nur besonders zuverlässigen und geprßften Fahrern die BefÜrderung von mehr als acht Fahrgästen anzuvertrauen.
⢠Nach dem Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz (BKrFQG) mßssen Fahrer, die eine Fahrerlaubnis der Klassen D1, D1E, D, DE oder eine gleichwertige Klasse nach dem 9. September 2008 erteilt bekommen haben oder eine Fahrerlaubnis der Klassen C1, C1E, C, CE oder eine gleichwertige Klasse nach dem 9. September 2009 erteilt bekommen haben, zusätzlich eine Grundqualifikation erwerben, wenn die Fahrten im gewerblichen Gßter- oder Personenverkehr durchgefßhrt werden. Inhaber älterer Fßhrerscheine benÜtigen im Rahmen der Besitzstandswahrung keine Grundqualifikation. Sie mßssen aber zukßnftig wie alle Fahrer eine Weiterbildung von 35 Stunden in fßnf Jahren nachweisen.cite-ref-38[38]
⢠Kraftfahrzeuge, die als Kraftomnibusse zugelassen sind, unterliegen regelmäĂigen Untersuchungen, z. B. jährliche Hauptuntersuchung (TĂV) und vierteljährliche SicherheitsprĂźfung (siehe dazu § 29 StVZO; Beispiel: Funktions- und SichtprĂźfung der Bremsen und Lenkung, aber auch SchlieĂkraftmessung der sich automatisch schlieĂenden TĂźren).
⢠Seit dem 1. Juli 1960 ist der Einsatz von Busanhängern zur PersonenbefÜrderung verboten. Gegenwärtig (Juni 2006) gibt es Probebetriebe mit Ausnahmegenehmigung, Näheres siehe unter Artikel Busanhänger.
HĂśchstgeschwindigkeit
Die HÜchstgeschwindigkeit fßr Busse wurde im November 2007 neu geregelt. 80 km/h gelten nur noch fßr wenige, meist ältere Busse, hingegen ist fßr deutsche Neuzulassungen eine Tempo-100-Genehmigung bereits ab Zulassung als Regelfall mÜglich, wenn die Voraussetzungen erfßllt werden. Der Anteil der Busse mit Tempo-100-Erlaubnis lag Ende 2007 bei 80 Prozent und dßrfte durch diese vereinfachten Bedingungen in Zukunft weiter steigen.
Mietomnibus
Mietomnibus ist ein Begriff aus dem deutschen PersonenbefĂśrderungsgesetz (§ 49 Abs. 1 PBefG). Unter Verkehr mit Mietomnibus versteht man eine Form des Gelegenheitsverkehrs mit Kraftfahrzeugen, die durch ein Verkehrsunternehmen angeboten werden kann, jedoch Ziel, Zweck und Ablauf der Fahrt der Mieter (Fahrgast) bestimmt. Wichtiges Kriterium ist, dass der Mietomnibus vom Fahrgast im Ganzen angemietet wird. Mieter kann auch ein zusammengehĂśriger Personenkreis sein, der Ăźber Ziel und Ablauf der Fahrt einig sein muss (z. B. Schulklassen, Vereine etc.). Mietomnibusse dĂźrfen sich nicht auf Ăśffentlichen StraĂen und Plätzen zum Zweck der Fahrgastaufnahme bereithalten.
Der Gelegenheitsverkehr mit einem Mietomnibus ist erlaubnispflichtig und bedarf einer Genehmigung der zuständigen VerkehrsbehÜrde.
FĂźr den Mietomnibusverkehr gelten auch die Bestimmungen der BOKraft.
Schweiz
In der Schweiz wurden Busse bis in die 1980er Jahre vorwiegend durch die Schweizer Nutzfahrzeug-Hersteller Berna in Olten, Adolph Saurer AG in Arbon sowie FBW in Wetzikon in Kooperation mit Karosserie-Bauern wie Carrosserie Hess, Ramseier & Jenzer, TĂźscher, Lauber, Frech+Hoch, Eggli und anderen teilweise noch bestehenden Firmen hergestellt.
Ab 1968 wurde als Reaktion auf den zunehmenden Kostendruck in einer Arbeitsgemeinschaft von Hess, Ramseier+Jenzer, Gangloff und TĂźscher die Schweizer Einheits-Carrosserie eingefĂźhrt, wie sie zum Beispiel bei den VST-Einheitstrolleybussen oder beim Saurer 3DUK-50 verwendet wurde.cite-ref-39[39] Damit konnten erhebliche Kosteneinsparungen gegenĂźber den frĂźheren runden und individuellen Aufbauten realisiert werden.
Das Staatsunternehmen der Post (PTT) war dabei der weitaus grĂśĂte Auftraggeber. Die Postautos waren eine der ersten Flotten weltweit, die mit ihrem Postgelb (RAL 1004) landesweit eine einheitliche Firmenfarbe trugen. Die Fahrzeuge waren nach speziellen Anforderungen fĂźr das Schweizer Klima und das Schweizer StraĂennetz ausgelegt. Sie konnten sowohl bei Schnee und Eis wie auch mit ihrer Breite von 2,3 m und dem oft vorhandenen Reduktionsgetriebe auf steilen, engen Strecken eingesetzt werden.
Siehe auch
⢠Portal:Auto und Motorrad
⢠Themenliste StraĂenverkehr
⢠Busbahnhof
⢠Bushaltestelle
⢠Schienenomnibus
⢠Tunnel Bus
Literatur
⢠Wolfgang H. Gebhardt: Deutsche Omnibusse seit 1895, Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 3-613-02140-4.
⢠Ralf J. F. Kieselbach: Stromlinienbusse in Deutschland â Aerodynamik im Nutzfahrzeugbau 1931 bis 1961, Kohlhammer Edition, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-007930-1.
⢠D. J. Trussler: Early busses and trams. London 1964
⢠Wolfgang Huss; Wolf Schenk: Omnibus-Geschichte Teil 1 â Die Entwicklung bis 1924, HUSS-VERLAG, MĂźnchen 1982, ISBN 978-3-921455-05-0.
⢠Wolfgang Huss; Wolf Schenk: Omnibus-Geschichte Teil 2 â Die Entwicklung nach 1924. HUSS-VERLAG, MĂźnchen 1986, ISBN 978-3-921455-32-6.
Weblinks
Commons
: Omnibusse
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Autobus
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Wiktionary: Omnibus
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Wiktionary: Bus
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Wikisource: ErlĂśsung der Last und Omnibuspferde durch eherne Rosse
â Quellen und Volltexte
Wikivoyage: Mit dem Linienbus durch Deutschland
â ReisefĂźhrer
Wikivoyage: Fernbusse in Deutschland
â ReisefĂźhrer
Wikiquote: Omnibus
â Zitate
⢠Literatur von und ßber Omnibus im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠buildersbuses.net
⢠Viele Fotos und News von Stadtbussen
⢠Weitere Bilder von Omnibussen
⢠Fotos von Omnibussen
⢠Busbilder und Lebensläufe
⢠Links zu Omnibusherstellern
⢠www.anderthalbdecker.de
⢠StromlinienfÜrmiger Bus von der Walter Vetter Karosserie- und Fahrzeugbau GmbH
Einzelnachweise
cite-note-11. â Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e. V. (VDV): Kraftomnibus (Memento vom 4. Oktober 2013 im Internet Archive), aufgerufen am 2. Oktober 2013.
cite-note-22. â Friedrich Kluge: Etymologisches WĂśrterbuch der deutschen Sprache. 20. Aufl. Bearbeitet von Walther Mitzka. De Gruyter, Berlin 1967, S. 523.
cite-note-33. â Hermann Paul: Deutsches WĂśrterbuch. Bedeutungsgeschichte und Aufbau unseres Wortschatzes. 10., Ăźberarbeitete und erweiterte Auflage von Helmut Henne, Heidrun Kämper und Georg Objartel. Max Niemeyer, TĂźbingen 2002, ISBN 3-484-73057-9, S. 724.
cite-note-kfv-1930-55. â So beispielsweise in Ăsterreich noch bis 1955 amtlich: § 2 Abs. 2 Verordnung des Bundesministers fĂźr Handel und Verkehr im Einvernehmen mit dem Bundeskanzleramt und den Bundesministern fĂźr soziale Verwaltung, fĂźr Finanzen und fĂźr Heereswesen vom 12. Mai 1930 Ăźber den Verkehr von Kraftfahrzeugen (Kraftfahrverordnung). in Bundesgesetzblatt fĂźr Republik Ăsterreich, Jg. 1930, Ausgegeben am 20. Mai 1930, 40. StĂźck, S. 647 f, Ăsterreichische Nationalbibliothek
cite-note-66. â www.b-v-s.berlin
cite-note-77. â www.berliner-verkehrsseiten.de
cite-note-99. â Elektroautomarkt: China fährt schon vor spiegel-online vom 25. Januar 2017, abgerufen am 25. Januar 2017
cite-note-1010. â China bleibt Treiber auf dem Elektroauto-Markt (Memento vom 25. Januar 2017 im Internet Archive)derneuemannde.com vom 25. Januar 2017, abgerufen am 25. Januar 2017
cite-note-1111. â All of Chinaâs buses might be electric by 2025 zmscience vom 19. Januar 2016, abgerufen am 30. Oktober 2016
cite-note-1212. â Yellow Coach Model 720 and Model 735 auf zavanak.com (englisch)
cite-note-1313. â Twin-Coach Katalog urban type coaches von 1947. auf fageol.com (PDF; 99,6 MB)
cite-note-1414. â Sandro FlĂźckiger, Roman Zai: 1941-2016: 75 Jahre Trolleybus in Luzern, vbl-historic 2016, S. 8â12
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cite-note-304. Verkehrsunfälle Unfälle von Bussen im StraĂenverkehr 2020 (pdf.)
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cite-note-3333. â Busfahrer bemängeln fehlende WC-MĂśglichkeiten orf.at, 21. November 2023, abgerufen am 21. November 2023.
cite-note-3535. â Siebzehnte Verordnung zur Ănderung der StraĂenverkehrs-Ordnung (BGBl. I S. 2774)
cite-note-3636. â BMVBS: Der neue EU-FĂźhrerschein und das neue Fahrerlaubnisrecht (Memento vom 21. Mai 2008 im Internet Archive)
cite-note-3737. â FeV § 6 Abs. 4, abgerufen am 25. Dezember 2012
cite-note-3838. â Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz (BKrFQG) â verkehrsportal.de
cite-note-3939. â Endstation fĂźr orangefarbene Trolleybusse in Neue ZĂźrcher Zeitung vom 5. Januar 2005